VfB und der Stammspieler als App

Fußball ist nicht nur ein sportliches Ereignis, längst ist es ein kollektives Erfolgserlebnis mit großer medialer Inszenierung geworden – ein lukratives Geschäft für die Vereine.
Welche Rolle spielt dabei der Content und welchen Beitrag liefert er für den digitalen Erfolg der Vereine?
Für Kai Rixecker, Online-Redakteur beim VfB Stuttgart, ist das Stadionmagazin ein Stammspieler für den VfB, eine Konstante, die die Fans und den Verein vor und nach den Spielen vereint.




Kai Rixecker (KR): Um es im Fußball-Jargon zu sagen, ist die „stadion aktuell“ unser Stammspieler bei jedem Heimspiel. Das Magazin ist eine Konstante, die in der Regel im Vierzehn-Tage-Rhythmus unsere Fans in der Mercedes-Benz Arena umfassend mit Informationen zum jeweiligen Spiel versorgt. Zu jeder Saison setzen wir mit neuen Rubriken und Design-Anpassungen immer wieder Akzente, um ein traditionelles Produkt immer zeitgemäß darzustellen.

PMX: Neben dem Stadionmagazin veröffentlichen Sie auch das Mitgliedermagazin „dunkelrot“. Inwieweit unterscheiden sich die Magazine voneinander?

KR: Unser Stadionmagazin „stadion aktuell“ bildet überwiegend das sportliche Geschehen zwischen den Heimspieltagen ab und liefert natürlich zum aktuellen Heimspiel zahlreiche Informationen. Kernstück des Magazins bildet das Portrait über einen unserer Spieler. Ziel ist es, unseren Fans unsere Profis näherzubringen und auch Facetten sichtbar zu machen, die im sportlichen Alltag nicht beleuchtet werden.

PMX: Welchen Stellenwert haben die Magazine für die Fans?

KR:Einen sehr hohen. Das Lesen der „stadion aktuell“ gehört für viele ebenso zum Stadionbesuch, wie die rote Wurst. Nicht zu vergessen, die Fans, die über viele Jahre oder gar Jahrzehnte jedes Heft als Erinnerungsstück sammeln.

PMX:Seit dem Sommer 2018 bietet der VfB die Publikationen auch digital in einer App an. Was waren die Gründe für die App?

KR:Der Medienkonsum hat sich gerade in den vergangenen fünfzehn Jahren stark gewandelt. Gerade unsere jüngeren Mitglieder und Fans greifen in ihrem Alltag überwiegend zum Smartphone statt zu gedruckten Magazinen oder Zeitungen. Somit war ein Grund, mit unseren Publikationen neue Zielgruppen zu erschließen. Darüber hinaus wollen wir den Fans die Publikationen an den „Ort“ liefern, wo sie sich sowieso schon aufhalten – im Digitalen – und ihnen dadurch das Lesen so angenehm wie möglich zu gestalten.
Zudem bietet uns die App die Möglichkeit, jede einzelne Ausgabe mit weiteren attraktiven Inhalten, wie Videos und Bildergalerien anzureichern und dadurch unseren Fans einen deutlichen Mehrwert zu bieten.

PMX: Wie sind Sie an die Umsetzung herangegangen?

KR:Die Umsetzung ist in enger Abstimmung mit mehreren Abteilungen erfolgt. Am Anfang stand erst einmal die Frage, wie soll die App überhaupt heißen, wie soll sie aussehen. Hier haben die Kollegen von unserer Marketing-Kommunikation einen wichtigen Beitrag geleistet. Außerdem ist die „Magazine-App“ ein weiterer Kanal, der Vermarktungspotenzial bietet, das wiederum für unsere B2B-Kollegen interessant ist. Nachdem der Input unsererseits vorlag,hat uns Ihr Team sehr gut unterstützt, was die Arbeit mit dem PressMatrix-Backend anging, sodass wir wie geplant pünktlich zum ersten Heimspiel der Saison starten konnten.

PMX:In den Ausgaben von „stadion aktuell“ sind immer wieder Spieler-Poster enthalten – digital lassen sich diese leider nicht an die Wand hängen. Gab es noch andere Herausforderungen, die es bei der Übertragung ins Digitale zu meistern galt?

KR:Zwei Herausforderungen, die ich an dieser Stelle beispielhaft nennen würde, sind die Verfügbarkeit und Nutzbarkeit des Magazins auf dem digitalen Kanal. Für beide Herausforderungen liefert PressMatrix die optimalen Lösungen. Nach dem einmaligen Download einer Magazin-Ausgabe kann ich diese überall lesen, egal, obich besten Empfang habe oder mich gerade in einem Funkloch befinde. Darüber hinaus lassen sich auch lange Lesegeschichten wie Spielerportraits durch den Textmodus angenehm rezipieren.

PMX:: Neben der „Magazine-App“ gibt es noch die VfB „News-App“ mit insgesamt fast 250.000 Downloads (iOS/Android). Haben Sie diesbezüglich einen ähnlichen Anspruch bei der „Magazine-App“?

KR:Diese Zahl wäre für unsere VfB „Magazine-App“ wohl etwas zu hoch gegriffen, vor allem, weil sie einen ganz anderen Zweck erfüllt.
Mit unserer „News-App“ versorgen wir den Fan an sieben Tagen in der Woche mit Neuigkeiten – vom Transfer, über die Trainings-News bis hin zum Spielbericht ist hier alles dabei. Hinzu kommen die Kaderübersicht von den BundesligaProfis bis zur U11 sowie die einzelnen Spielpläne.
Die VfB „Magazine-App“ ist vom Themenspektrum etwas schlanker aufgestellt und rückt vor allem kurz vor und an den Heimspielwochenenden in den Fokus, was auch an den Nutzerzahlen abzulesen ist.

PMX:Welche Ziele haben Sie sich für die VfB Magazine App gesetzt?

KR:: Eine konkrete Zahl würde ich an dieser Stelle gar nicht nennen. Wir sind zu Saisonbeginn mit der VfB „Magazine-App“ gestartet und haben im ersten halben Jahr fast ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen, was auch an den Bewertungen sowohl im App Store von Apple als auch im Google Play Store abzulesen ist. Von Heimspiel zu Heimspiel steigen sowohl die Downloadzahlen der App als auch die Downloads der einzelnen Ausgaben. Diesen positiven Trend wollen wir weiterhin beibehalten.

PMX: Bei der Fußball-WM 2018 gab es neue technische Hilfsmittel und Regeln. Generell unterstützen Wearables und Software Trainer, Spieler und Ärzte zunehmend bei der Optimierung und Vorsorge. Planen Sie den Einsatz von neuen technischen Möglichkeiten und Kanälen zukünftig auch in der Kommunikation für die Fans?

KR:Unser Augenmerk liegt darauf, unsere Mitglieder und Fans immer optimal mit Informationen zu versorgen und auch den Besuch in der Mercedes-Benz Arena so angenehm wie möglich zu gestalten. In diesem Zuge haben wir natürlich die neuesten technischen Entwicklungen im Blick und prüfen, welche Neuerungen einen Mehrwert bieten.

PMX:: Aus dem Nähkästchen: Spielen Sie selbst auch Fußball?

KR:Bis in meine Studienzeit habe ich selbst aktiv gespielt. Heutzutage trete ich nur noch sporadisch gegen den Ball und berichte lieber über die Spiele unseres Teams.


Kai Rixecker ist seit fünf Jahren Online-Redakteur beim VfB Stuttgart. Zuvor war er journalistisch bei der Südwest Presse, der Stuttgarter Zeitung sowie der Saarbrücker Zeitung tätig. Gebürtig stammt Kai Rixecker aus dem Saarland.

Die VfB Magazine als iOS-App, für Android und im Web lesen.

Kategorie: Sport

Sprache: Deutsch

Erscheinungsjahr: 2018

Inhalt: kostenfrei




Unsere Fußball-Apps: Der 1. FC Union aus Berli bietet zusammen mit der Druckerei und Agentur vierCprint + mediafabrik das Stadionheft und das Mitgliedermagazin in der FCU Kiosk-App digital an.
Im Interview spricht André Lesching, Geschäftsführer von vierC, über das Zusammenspiel mit der Fan-Redaktion und einem zuverlässigen Partner, wenn es kurz vor dem Spieltag nochmal hektisch wird.

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