Mit Teamwork zum perfekten Vermarktungskonzept

AppVertising von PressMatrix

Im Print-Bereich die Leser zu begeistern, ist das Eine. Etwas Anderes ist es, neue und junge Leser zu gewinnen – am besten digital. Diesen Schritt hat Andrea Iven, Geschäftsführerin der fortis medien GmbH zusammen mit Andreas Becker, Spezialist für digitales Marketing und Content Distribution bei PressMatrix, in Angriff genommen. Das Ergebnis: Viele App-Downloads und ein ganz neues Gefühl für die Kunden – dank AppVertising


PressMatrix: Frau Iven in Ihrem Musikverlag fortes medien publizieren Sie die Magazine „Harmonikawelt“, „zwiefach“, „akkordeon magazin“. sowie das Sonderheft „Oide Wiesn“. Können Sie uns einen kleinen Einblick in die Themenwelt der Magazine geben?

Andrea Iven: Es gibt bestimmt einige der Leser, die sich fragen, was ein Kölner Verlag mit traditioneller (Volks-)musik zu tun. Nun, manchmal vielleicht mehr, als man denkt. Die fortes medien GmbH hat nämlich schon lange Erfahrungen sammeln dürfen in der Welt der Kulturzeitschriften und kann zusätzlich zum bayerischen „Redaktions- und Vertriebsstützpunkt“ auf erfahrene Mitarbeiter zurückgreifen, die die Magazine betreuen.
Unsere Magazine beschäftigen sich mit dem aktiven Musizieren. Mit dem akkordeon magazin, der Harmonikawelt und der zwiefach bewegen wir uns einem inhaltlich klar definierten Umfeld, was es uns ermöglicht, tatsächlich nahezu alle Beteiligten “persönlich“ zu kennen. Unsere Leser ebenso wie unsere Anzeigenkunden.


PMX: Wie sehen Ihre Zielgruppen aus?

AI: Exemplarisch für all unsere Zielgruppen und Magazine stellen wir unsere zwiefach-Zielgruppe vor. Die zwiefach ist ein Volksmusikmagazin für Sänger, Tänzer und Musikanten. Sie wird von Jung und Alt gleichermaßen gelesen. Tatsächlich erreichen wir Musiker im Alter von 18 bis 90 Jahren: Die Themen Volksmusik, Volkskultur, Tanz sind so unglaublich vielschichtig.

Eine unserer Herzensangelegenheiten ist die Jugend beziehungsweise der musikalische Nachwuchs. Nach Besuch vieler Veranstaltungen wissen wir, dass die Volksmusikanten oft schon von Kindesbeinen an musizieren. Diese Liebe zur Musik scheint sich auch im Jugendalter, trotz aller Alternativen, fortzusetzen. Wir wollen in der zwiefach auch der jungen Generation die musikalische Volkskultur zugänglich machen und neben dem vertrauten Weg auch mal schauen, was sich auf neuen Pfaden abspielt: Neugierig, aber immer die Tradition im Auge und im Ohr.

Um genau diese Jugend anzusprechen und auch um unsere Magazine „hörbar“ zu machen, war der Weg zur PressMatrix-App genau der richtige. Auch um den veränderten Lese- und Informationsverhalten gerecht zu werden.


PMX: In einem Gespräch mit uns haben Sie einmal gesagt, dass Ihnen unsere App mit den Anreicherungsmöglichkeiten dabei hilft, Ihre Magazine „zum Klingen zu bringen“. Inwieweit stellt AppVertising nun den nächsten Schritt dar?

AI: Ja, genau. Meine Magazine sind nun hör- und erlebbar. Pro Ausgabe bieten wir 4 bis 5 Stunden zusätzliches (Hör-)material, das aus YouTube-Links, Audiodateien oder auch exklusiv für uns eingespielten Stücken besteht. Sowohl unsere Redaktion als auch unsere Grafikabteilung lassen diesen Mehrwert entstehen.

Nun stand allerdings unser Vertrieb/unser Marketing vor der Herausforderung, diesen Mehrwert, unsere neue Applikation an die Leser/Hörer zu bringen. Print-Vertriebswege sind uns vertraut, digitale leider bisher nicht. In unseren Magazinen Werbung für die Apps zu starten, war nicht sehr zielführend.
Zum einen entsteht ein Medienbruch, zum anderen (dies wissen wir allerdings erst seit Kurzem) erreichen wir über digitale Kanäle eine komplett neue Leserschaft, angesprochen in einer anderen Wort- und Bildsprache.


PMX: Was waren die Gründe für die Nutzung von AppVertising?

AI: Mit unseren eigenen Mitteln und Kanälen sind wir schnell an unsere Grenzen gestoßen. Unsere Printleser nutzen die App nicht, oder kaum. Tatsächlich haben wir nur ca. 5 Prozent Kombi-Leser, die sowohl ihr Magazin in gedruckter als auch in digitaler Version abonniert haben. Unser Pilotprojekt Oide Wiesn eignete sich perfekt für das AppVertising.

Dieses Projekt ist entstanden aus einer Kooperation mit drei Oktoberfestwirten des historischen Teils der „Wiesn“, der sogenannten „Oidn Wiesn“. Im August 2018 erschien dann die zweifach-Sonderausgabe Oide Wiesn in gedruckter Form und als Applikation.
Die Oide Wiesn-App sollte allen Oide Wiesn-Besuchern eine Art Reise- und Volksmusikführer sein. Die Zielgruppe dieser Sonderpublikation war damit um ein Vielfaches größer als die des eigentlichen Magazins. Für die Bewerbung eines solchen, fast schon Publikumsmediums, brauchten wir die Unterstützung des AppVertisings.


PMX: Wie haben Sie Ihre Leser und potentiellen Interessenten bisher erreicht?

AI: Über Eigenanzeigen in unseren Magazinen, über Facebook und durch Besuch von oder Stand auf relevanten Veranstaltungen.

fortes-medien-apps
Die Magazine zwiefach, akkordeon magazin, Harmonikawelt und Oide Wiesn der fortes medien GmbH sind alle als iOS- und Android-App sowie zum Lesen im Web verfügbar.

PMX: Andreas Becker, kannst du den Case kurz aus deiner Perspektive beschreiben. Wie sehen die Werbemaßnahmen aus? Was sind die Ziele?

Andreas Becker: Anders als bei anderen AppVertising-Strategien waren für die Vorbereitung und die Selektion der Zielgruppen nur wenige Wochen Zeit. Die Schwierigkeit hierbei: Eine App, die an ein Veranstaltungspublikum gerichtet ist, verliert nach dem Event schnell an Aufmerksamkeit. Alle Aktivitäten mussten daher auf den Punkt geplant werden.
Wir nutzen neben Kampagnen und viralen Instrumenten vor allem Analyse-Tools, um die passenden Nutzer und Zielgruppen zu bestimmen. Denn umso gezielter wir diese ansprechen können, desto schneller können wir ein Wachstum erzeugen.

Ziel war es, die App möglichst weit in der Kernzielgruppe zu verbreiten und im Nachgang Synergien für die zwiefach-App abzuleiten.


PMX: Welche Herausforderungen gilt es mit AppVertising jetzt zu meistern?

AB: Verschiedene: Angefangen von Apps, die aktuell nicht performen, bis hin zu Titeln mit mehreren zehntausend Nutzern. Die Ziele sind alle gleich: Erfolg! Egal, ob Abonnenten-Gewinnung, Verbreitung, Einzelverkauf oder 360 Grad Content-Strategie.

AI: Das Projekt Oide Wiesn war und ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben (von August bis Oktober). Für 2019 werden wir, so denke ich, das Projekt noch breiter aufsetzen. Die ersten Strategiegespräche mit den Oktoberfestwirten haben bereits stattgefunden. Weitere Kooperationspartner müssen gefunden werden. Die Stadt München muss die Oide Wiesn-App als offizielle App deklarieren. Das AppVertising wird 2019 dann deutlich mehr an Material, Kanälen und Möglichkeiten zur Verfügung haben, um die Applikation bayern- und sogar bundesweit bekannt und beliebt zu machen.

Aktuell stehen wir vor der Herausforderung, den Transfer von der Oide Wiesn zur zwiefach hinzubekommen: Von „breit“ wieder zu „spitz“, und die jungen und jugendlichen Volksmusikanten zu erreichen.


PMX: Passend zum Oktoberfest wurde das Wiesn-Quiz entwickelt, das den App-Download ankurbeln sollte. Wie erfolgreich war diese Maßnahme?

AI: Das Quiz hat wesentlich zur Verbreitung der App beigetragen, den größten Beitrag der Downloadzahlen geliefert und Freude und Spaß gebracht.

AB: Das Wiesn-Quiz wurde als virales Instrument eingesetzt, um das Budget der Kampagnen effektiv einsetzen zu können. Nutzern wurde nach erfolgreicher Teilnahme ein Titel verliehen, der wiederum in sozialen-Medien geteilt werden konnte, um weitere User zum Mitmachen zu ermuntern. Die Oide-Wiesn-App war hierbei im Content-Umfeld des Quiz präsent, um den Nutzer in den Installations-Prozess zu leiten. Während des Oktoberfests haben in 16 Tagen 7.000 Nutzer teilgenommen.


PMX: Frau Iven, was haben Ihre Leser und die Nutzer dazu gesagt?

AI: Unsere traditionellen Leser erreichen wir ja über diese digitalen Kanäle nicht, daher haben wir dazu kein beziehungsweise kaum Feedback erhalten. Aber unsere „neuen“ Nutzer haben kommentiert und geteilt.


PMX: Viele Unternehmen arbeiten mit Agenturen zusammen. Warum haben Sie keine Online-Agentur oder ähnliches engagiert?

AI: Das Thema Digitalisierung habe ich Ende 2017 zur „Chefsache“ erklärt. Nach intensiven Recherchen, vielen Gesprächen und langer Beobachtung des Verlagsmarktes wurde mir schnell klar, dass dieses Thema so wichtig wird, sogar eine riesen Chance werden kann. Der Vertriebsweg – inklusive der entsprechenden Ansprache der Zielgruppen – gehört zu den Kernkompetenzen eines Verlages. Aus meiner Sicht daher nicht geeignet zum Outsourcen. Dass wir aber Digital-Partner an unserer Seite brauchen war klar. Um den perfekten Partner zu suchen und auch zu finden, muss das Briefing klar formuliert werden. Und da komme ich wieder zurück zur Chefsache 😉.

PMX: Wie sieht die Zusammenarbeit bisher aus? Werden die Werbemittel und Vermarktungsideen zusammen entwickelt oder von einer Seite vorgegeben?

AB: Im Vorfeld entwickeln wir eine individuelle Strategie. Hierdurch sind alle Beteiligten permanent über alle Maßnahmen, die während des AppVertisings durchgeführt werden, informiert. Eine enge Abstimmung erfolgt in der strategischen Kampagnen-Planung, der Bildsprache, über die Texte und Landingpages und überall dort, wo visuelle Veränderungen sichtbar werden.

AI: Die Zusammenarbeit mit unserem perfekten Partner war Teamwork. Strategien wurden gemeinsam erarbeiten und formuliert, Ideen für Werbemittel wurden beidseitig vorgeschlagen. Oft kam das Wording von Herrn Becker, die grafische Umsetzung von uns. Die Initialzündung zum Wiesn-Quiz kam von Herrn Becker, unsere Redaktion hat fachlich kompetent umgesetzt. Die Budgetierung der einzelnen Maßnahmen wurde von Herrn Becker vorgeschlagen, dann gemeinsam abgestimmt und frei gegeben. Die Zusammenarbeit war sowohl in Sachen Kompetenz und Kreativität als auch im direkten Workflow konstruktiv, motivierend und erfolgreich.


PMX: Eine neue Zusammenarbeit führt zwangsläufig zu neuen Perspektiven. Was nehmen Sie jeweils beide für sich mit?

AB: Die sehr angenehme Zusammenarbeit mit Frau Iven ist noch nicht beendet. Aktuell arbeiten wir weiter an der zwiefach-App sowie zukünftig an vielen weiteren, tollen Produkten und Ideen aus dem Hause fortes medien.

AI: Dank der Oidn Wiesn-Erfahrung mit Herrn Becker, gehen wir mit der fortes medien GmbH digital optimistisch ins Jahr 2019. Unsere Magazine sollen im Web überall zu hören und zu lesen sein. Auf dem Smartphone, dem Tablet, dem PC und auch selbstverständlich immer noch in wunderbar, hochwertig gedruckter Form, über alle Vertriebswege hinweg.


PMX: Vielen Dank für das Interview!



Kurzvita Andrea Iven: Die Diplom-Kauffrau und Geschäftsführerin (Jahrgang 1968) der fortes medien GmbH ist seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich im Verlagsgeschäft tätig. Langjährige Kontakte und Praxis im Umfeld der Branche machen sie zu einer ausgewiesenen Kennerin des Marktes. Die gebürtige Münchnerin hat zwei Söhne und lebt und arbeitet abwechselnd in Köln und im oberbayerischen Fuchstal.

Kurzvita Andreas Becker: Andreas Becker (Jahrgang 1977) ist Spezialist für digitales Marketing und Content-Distribution. Er kennt sowohl die Verlagsseite als auch die digitale Welt und war in verschiedensten Medien-Bereichen u. a als Chefredakteur, Entwickler und Innovator tätig, zuletzt für den Delius Klasing Verlag für den er die Digital-Tochter DK-InterActive leitete.


Na, auch Lust darauf bekommen mehr Leser und eine größere Reichweite zu erzielen? Warum es entscheidend ist, denn Weg von „nur digital“ zu „digital erfolgreich“ zu gehen, erklären wir in unserem What’s next-Beitrag nochmal ganz ausführlich.

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