Mitarbeiterbindung: Kaum an Bord, schon wieder fort?

Mitarbeiterbindung: Kaum an Bord, schon wieder fort?

In meinem letzten Blogpost habe ich darüber geschrieben, wie enorm wichtig eine gut gestaltete Mitarbeiterkommunikation für die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist. Je länger ich über das Thema nachdenke, desto wichtiger wird es mir. Warum eigentlich?

Noch immer finde ich die Zahl beeindruckend, dass das Vierfache seines Jahreseinkommens verloren geht, wenn ein guter Mitarbeiter kündigt. Es ist wirklich ein schmerzhafter und teurer Prozess, einen Nachfolger zu finden, ihn von meinem Unternehmen zu überzeugen und ihn letztlich einzuarbeiten. Und wenn ich ihn gefunden habe, wie mache ich ihn glücklich, wie kann ich ihn halten? Oder ist es heute gar normal, dass sich das Mitarbeiter-Karussell ständig dreht? Ich glaube nicht.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Sagen wir besser: Ich hoffe nicht. Es stimmt sicherlich, dass der Fachkräftemangel bestimmte Branchen stärker herausfordert als andere. Und wir alle wissen, dass die Jüngeren, sprich: die Generation Y oder auch Millennials genannt, wählerischer sind. Anspruchsvoller, was ihre Karrierechancen, Handlungsfreiräume und die Work-Life-Balance angeht. Doch dies sind alles Parameter, die ich nur bedingt beeinflussen kann.

Was Unternehmen sehr wohl tun können, ist, ein gutes Arbeitsklima zu schaffen, eine Atmosphäre, in der sich die Mitarbeiter wohl und wertgeschätzt fühlen. Und da sind wir wieder bei der Kommunikation. Sie ist für mich DER Schlüssel für zufriedene Mitarbeiter. Kommunikation ist das, was unsere Beziehungen zusammenhält, was uns zu Menschen macht, uns antreibt. Je besser wir kommunizieren, desto motivierter, agiler und effizienter können wir handeln. Eine gute Mitarbeiterkommunikation schafft Anreize für qualifiziert, leistungsbereite und talentierte Mitarbeiter, sich möglichst lange an das Unternehmen zu binden.

Meine drei Tipps für eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung durch Mitarbeiterkommunikation

1. Ob positiv oder negative Infos, Informieren Sie Ihre Mitarbeiter immer zuerst. Nicht erst am Schluss, nach Kunden und Investoren. Das Schlimmste, was Ihnen passieren kann, ist, dass ein Mitarbeiter Unternehmensinfos durch andere Kanäle erfährt. Insbesondere wenn es um Veränderungen geht, die auf sie zukommen. Den Schaden können Sie nie wieder gut machen – den Mitarbeiter kaum wieder einfangen.

2. Binden Sie Ihre Mitarbeiter ins Geschehen ein. Gestalten Sie eine dialogorientierte Unternehmenskommunikation statt Ihre Mitarbeiter einseitig zu besenden. Was das bringt? Ihre Mitarbeiter fühlen nicht länger als „schlichte Arbeiter“, sondern sehen sich als Teil des Unternehmens. Bringen ihre Ideen ein, bereichern Zusammenhänge durch ihre Sichtweisen und geben Anregungen, auf die Sie vielleicht selbst nicht gekommen wären.

3. Schaffen und verbreiten Sie Inhalte, die Ihre Mitarbeiter sehnlichst erwarten. Setzen Sie auf flexible Formate – nutzen Sie die Bandbreite der Möglichkeiten aus, vom geschriebenen über das gesprochene Wort, ob gedruckt oder digital, hin zu bewegten Bildern. Und das Ganze in Form von Snackable Content. Content, der in genau der Form konsumiert werden kann, der zu der Situation passt, in der sich Ihr Mitarbeiter gerade befindet.

Gehen Sie einfach mit gutem Beispiel voran. Die Wertschätzung, die Sie Ihren Mitarbeitern vermitteln, ist unbezahlbar.

Über Serdal Kutun

Serdal Kutun ist Head of Sales von PressMatrix. Mit über fünf Jahren Erfahrung in der Digital Publishing-Branche kennt er die Herausforderungen der Verlage und Corporate Publisher. Als Wirtschaftsingenieur hat er ein Gespür für Trends und Marktwachstum, dabei behält er stets das komplexe Verlagssystem im Blick.